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Was kann ich – und wenn ja: Wer hat mir das erlaubt?

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Als vor ein paar Tagen der Sommer über Hamburg herfiel wie ein hungriges Rudel Wölfe über das letzte Einhorn, und ich meinerseits wie ein gestrandetes Walross in einem Mini-Planschbecken auf unserer Maxi-Dachterrasse lag, hatte ich nichts besseres zu tun, als endlich mal mein Leben zu reflektieren.

Und ich habe festgestellt: Hätte ich im Leben auf das gehört, was die Leute, die immer alles besser wissen, mir zugetraut hätten, wäre ich heute nur halb so glücklich – und vor allem: nur halb so ICH.

Wie oft haben mir meine Mitmenschen gesagt: “Das kannst du so nicht machen, Lucy, das geht doch nicht!” Vom Schreiben leben wollen? Mach lieber was Sicheres! Mit Mitte zwanzig ein Baby kriegen? Um Gottes Willen!

Klar, mein Weg war nicht immer einfach. Ehrlich gesagt bin ich sogar ziemlich oft auf die Fresse geflogen. Wenn man die Narben sehen könnte, sähe mein Gesicht heute so aus wie das von Mickey Rourke. Aber man kann sie nicht sehen.

Und wisst ihr was? Es hat sich gelohnt! Wir haben nur das eine Leben. (Es sei denn ihr seid Buddhisten. Und selbst dann: Wer sagt euch, dass ihr nicht als Regenwurm wiedergeboren werdet? Habt ihr schon mal einen Regenwurm Fallschirm springen sehen?)

Lieber scheitern, als gar nicht erst versucht zu haben, glücklich zu werden.

In diesem Sinne: Yes, YOU can! Und zwar alles, was ihr wollt.

PS: Das da oben ist übrigens ein Foto von unserem New York-Urlaub im Mai. “New York mit Kinder?! Das könnt ihr doch nicht machen! Der lange Flug, der Lärm, die Hitze, die Hektik und überhaupt: In New York GIBT’S doch nichts für Kinder!”

Meine Mädchen haben erst gestern wieder gefragt, wann wir endlich wieder nach New York fliegen. Weil’s so schön war.

Ätsch.

4 thoughts on “Was kann ich – und wenn ja: Wer hat mir das erlaubt?

  1. Liebe Lucy,
    wie genial :-)
    Ich habe die Lütte auch mit Mitte 20 bekommen … sogar meine Mutter hat geheult, als ich ihr von der Schwangerschaft erzählt habe (und nicht vor Freude…)
    Als ich nach der Kündigung in der Postproduktion “nur noch” schreiben wollte, durfte ich mir auch von vielen Leuten anhören, dass das doch nix ist … Schreiben als Beruf … (Na gut, ich bin jetzt nicht gaaaanz so erfolgreich wie du, aber ich arbeite dran ;-)))
    Und New York steht auf meiner Reise-Wunschliste ziemlich weit oben … auch mit Kind …
    Liebe Grüße,
    Dorthe

  2. Unser Sohn war 4, als wir ihm zum Christmas shoppen nach NYC geflogen sind und es war arschkalt,aber er würde sofort wieder hin … auch wenn er sich nicht mehr an alles erinnern kanne, leider.Blöde Sprüche haben wir auch kassiert, aber von den Erbsenzählern wußte auch keiner, dass es wir direkt am Diana Ross Spielplatz gewohnt haben, das es eine Dino-Ausstellung im Naturkunde-Museum gab und uns Legos quasi nachgeschmissen wurden.
    Santas überall, Eislaufen am Rockefeller Center … unvergessen. Wird Zeit für eine Reise im Mai;-))
    PS: Und: man muß mit kleinem Kind nirgendwo Schlange stehen und bekommt immer einen Sitzplatz.

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